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Ein Prozess 71 Jahre danach -  Medizin, Justiz und Auschwitz
Justiz-, medizin- und lokalhistorische Hintergründe zum Auschwitz-Prozess in Neubrandenburg

Am 29.2.2016 wird in Neubrandenburg der Prozess gegen einen Mann beginnen, der im KZ Auschwitz als Sanitäter im Dienste der SS arbeitete.

Schon im Vorfeld gibt es viele Diskussionen über den Sinn eines solchen Verfahrens. Wenig bekannt sind aber die historischen Fakten. Die Erinnerungs-, Bildungs – und Begegnungsstätte Alt Rehse (EBB) bietet deshalb in Kooperation mit dem Landesbüro Mecklenburg-Vorpommern der Friedrich-Ebert-Stiftung ein zweistündiges Seminar mit historischen Hintergründen zum Prozess an. Drei Referentinnen und Referenten werden zum Sanitätsdienst der SS, zur Aufarbeitung des Nationalsozialismus durch die Justiz und zur NS-„Führerschule der Deutschen Ärzteschaft Alt Rehse“ sprechen.

Die Veranstaltung wendet sich besonders an die Prozessbeobachterinnen und -beobachter der Presse sowie die interessierte Öffentlichkeit. Sie findet im  Medienhaus des Nordkurier, Friedrich-Engels-Ring 29, 17033 Neubrandenburg am 28.2.2016 von 15.00 - 17.00 Uhr statt. Dr. Frank Wilhelm, Mitglied der Chefredaktion des Nordkuriers, wird moderieren. Da die Plätze begrenzt sind, wird eine Anmeldung unter schwerin@fes.de erbeten.

Weitere Details zum Programm (PDF)


Landesweite Gedenkveranstaltung für die Opfer von „Euthanasie“ und Zwangssterilisierungen in Mecklenburg-Vorpommern am 27. Januar 2016 in Rostock

Am 27. Januar 2016, dem bundesweiten Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, werden die Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Zentrum für Nervenheilkunde der Universitätsmedizin Rostock und die Evangelische Stiftung Michaelshof Rostock die landesweite Gedenkveranstaltung für die Opfer von „Euthanasie“ und Zwangssterilisationen in der NS-Zeit ausrichten.
Aus beiden Einrichtungen wurden zwischen 1939 und 1945 Patienten und Fürsorgezöglinge, unter ihnen geistig und körperlich behinderte Kinder und Jugendliche, in andere Institutionen verlegt und dort systematisch ermordet. Insgesamt waren mehr als 4 000 Menschen in Mecklenburg und Pommern von der „Euthanasie“-Aktion betroffen. Sie wurden mit Tabletten, Injektionen oder durch gezieltes Verhungernlassen getötet.

Gemeinsam mit den Landesverbänden Allgemeiner Behindertenverband MecklenburgVorpommern e.V., Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e. V., Psychiatrie-Erfahrener sowie Angehöriger und Freunde psychisch Kranker e.V., dem Diakonischen Werk Mecklenburg-Vorpommern e.V., der Gesellschaft für Gesundheit und Pädagogik mbH, dem AWO-Sozialdienst Rostock gGmbH, der Lebenshilfe Rostock, dem Verein Erinnerungs-, Bildungs- und Begegnungsstätte Alt Rehse e.V., der Fachschaft Medizin Rostock, der Evangelischen Stiftung Michaelshof und der Hansestadt Rostock gedenken wir unter dem Motto ERINNERN – BETRAUERN – WACHRÜTTELN derjenigen, deren Leben in der Zeit des Nationalsozialismus als „unwert“ klassifiziert wurde.

Die Veranstaltung findet im Hörsaal des Zentrums für Nervenheilkunde statt. Nach der Begrüßung, einem thematischen Überblick und dem Bericht eines Angehörigen ist eine Lesung von Einträgen aus Krankenakten getöteter Patienten vorgesehen, die von Studenten, Ärzten, Schwestern und Pflegern der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Rostock übernommen wird. Anschließend erfolgt die Kranzniederlegung am Mahnmal des Zentrums für Nervenheilkunde, und danach besteht die Möglichkeit zur Besinnung im Raum der Stille. Ab 13.15 Uhr wird in der Evangelischen Stiftung Michaelshof an Kinder und Jugendliche gedacht, die Opfer der „Euthanasie“ geworden sind. Hier wurden 22 Denksteine verlegt; eine Gedenkstele wird im Rahmen der Veranstaltung eingeweiht.

Flyer

Die Erinnerungs-, Bildungs- und Begegnungsstätte Alt Rehse veranstaltet am 2.-3. Oktober 2015 eine Tagung zum Thema: 

Ethische Aspekte der modernen Fortpflanzungsmedizin
Social Freezing - Leihmutterschaft - Embryonenspende: Perspektiven für die Gesellschaft?

Die Entwicklung der Reproduktionsmedizin schreitet immer weiter voran. Die Konservierungsmethoden sind so weit entwickelt, dass es möglich ist, unbefruchtete Eizellen, die einer jungen Frau entnommen werden, einzufrieren und, wenn die Frau sehr viel älter ist, aufzutauen, zu befruchten und ihr einzupflanzen. Eine Erweiterung der Selbstbestimmung oder neue Gefahren, wie die Verschiebung von Generationengrenzen?  

Und neue Fragen: Können diese Eizellen auch gespendet werden? Wenn die Samenspende legal ist, warum dann nicht die Eizellspende? Und wenn die legal ist, warum dann nicht die Embryonenspende? Und wenn genetische Mutter und Geburtsmutter nicht mehr identisch sein müssen, warum dann nicht auch Leihmutterschaft? 

Um genetische Erkrankungen zu vermeiden ist es in Großbritannien bereits erlaubt, Eihülle und Eikern unterschiedlicher Mütter zusammenzubringen und  zu befruchten: das Drei-Eltern-Kind. Ist das der Einstieg in die Keimbahnintervention und damit in den alten Traum der Menschenzüchtung?  

Was bedeuten diese Entwicklungen für die Gesellschaft von morgen? Kann und soll  diese Entwicklung aufgehalten werden? Mit welchen Normen kann und soll die reproduktive Selbstbestimmung begrenzt werden?  

Eine Bestandsaufnahme und kritische Diskussion vor historischem Hintergrund. 
Wissenschaftsforum

 
     
 

Die Erinnerungs-, Bildungs- und Begegenungsstätte Alt Rehse veranstaltet am 3. - 4. Oktober 2015 die Herbsttagung des

Arbeitskreises zur Erforschung der nationalsozialistischen „Euthanasie“ und Zwangssterilisation

Thema: Täterforschung im Diskurs

Samstag den 3.10. und Sonntag den 4.10.2015
im Lern- und GeDenkOrt Alt Rehse

Das vorläufige  Programm: Bildungsangebote