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Bildungsangebote

EUROPA EXTREM
NATIONALISMUS UND EXTREMISMUS AUF DEM VORMARSCH?!

EXTREMISMUSSEMINAR
05. NOVEMBER 2016 EBB ALT REHSE
Die Veranstaltung findet in der Erinnerungs-, Bildungs- und Begegnungsstätte in Alt Rehse statt. Die Details des Programms entnehmen Sie bitte dem beigefügten Flyer.

Um Anmeldung wird gebeten bis zum 28. Oktober 2016 bei der Europa-Union MV.


„Die nationalsozialistischen ‚Euthanasie‘-Morde“ 
Die Ausstellung des Gedenk- und Informationsortes Tiergartenstraße 4 in Berlin 

An die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“- Morde („Aktion T4“) erinnert seit 2014 am Ort der Täter in der Tiergartenstraße 4 neben der Berliner Philharmonie ein „Gedenk- und Informationsort“. Teil dieses Erinnerungsortes ist eine Dauerausstellung, die im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts an der Technischen Universität München erstellt wurde. Die dort gezeigten Dokumente und Bilder sind nun auch in erweiterter Form in einer Wanderausstellung zu sehen. 
Die Erinnerungs-, Bildungs- und Begegnungsstätte Alt Rehse zeigt diese aktuelle Wanderausstellung bis zum 13. November 2016 zu den Öffnungszeiten der Einrichtung:
Der Eintritt ist frei. 
Programm (PDF)

Ein Prozess 71 Jahre danach -  Medizin, Justiz und Auschwitz
Justiz-, medizin- und lokalhistorische Hintergründe zum Auschwitz-Prozess in Neubrandenburg

Am 29.2.2016 wird in Neubrandenburg der Prozess gegen einen Mann beginnen, der im KZ Auschwitz als Sanitäter im Dienste der SS arbeitete.

Schon im Vorfeld gibt es viele Diskussionen über den Sinn eines solchen Verfahrens. Wenig bekannt sind aber die historischen Fakten. Die Erinnerungs-, Bildungs – und Begegnungsstätte Alt Rehse (EBB) bietet deshalb in Kooperation mit dem Landesbüro Mecklenburg-Vorpommern der Friedrich-Ebert-Stiftung ein zweistündiges Seminar mit historischen Hintergründen zum Prozess an. Drei Referentinnen und Referenten werden zum Sanitätsdienst der SS, zur Aufarbeitung des Nationalsozialismus durch die Justiz und zur NS-„Führerschule der Deutschen Ärzteschaft Alt Rehse“ sprechen.
Die Veranstaltung wendet sich besonders an die Prozessbeobachterinnen und -beobachter der Presse sowie die interessierte Öffentlichkeit. Sie findet im  Medienhaus des Nordkurier, Friedrich-Engels-Ring 29, 17033 Neubrandenburg am 28.2.2016 von 15.00 - 17.00 Uhr statt. Dr. Frank Wilhelm, Mitglied der Chefredaktion des Nordkuriers, wird moderieren.
Weitere Details zum Programm (PDF)

Landesweite Gedenkveranstaltung für die Opfer von „Euthanasie“ und Zwangssterilisierungen in Mecklenburg-Vorpommern

Am 27. Januar 2016, dem bundesweiten Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, werden die Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Zentrum für Nervenheilkunde der Universitätsmedizin Rostock und die Evangelische Stiftung Michaelshof Rostock die landesweite Gedenkveranstaltung für die Opfer von „Euthanasie“ und Zwangssterilisationen in der NS-Zeit ausrichten.
Aus beiden Einrichtungen wurden zwischen 1939 und 1945 Patienten und Fürsorgezöglinge, unter ihnen geistig und körperlich behinderte Kinder und Jugendliche, in andere Institutionen verlegt und dort systematisch ermordet. Insgesamt waren mehr als 4 000 Menschen in Mecklenburg und Pommern von der „Euthanasie“-Aktion betroffen. Sie wurden mit Tabletten, Injektionen oder durch gezieltes Verhungernlassen getötet.

Gemeinsam mit den Landesverbänden Allgemeiner Behindertenverband MecklenburgVorpommern e.V., Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e. V., Psychiatrie-Erfahrener sowie Angehöriger und Freunde psychisch Kranker e.V., dem Diakonischen Werk Mecklenburg-Vorpommern e.V., der Gesellschaft für Gesundheit und Pädagogik mbH, dem AWO-Sozialdienst Rostock gGmbH, der Lebenshilfe Rostock, dem Verein Erinnerungs-, Bildungs- und Begegnungsstätte Alt Rehse e.V., der Fachschaft Medizin Rostock, der Evangelischen Stiftung Michaelshof und der Hansestadt Rostock gedenken wir unter dem Motto ERINNERN – BETRAUERN – WACHRÜTTELN derjenigen, deren Leben in der Zeit des Nationalsozialismus als „unwert“ klassifiziert wurde.

Die Veranstaltung findet im Hörsaal des Zentrums für Nervenheilkunde statt. Nach der Begrüßung, einem thematischen Überblick und dem Bericht eines Angehörigen ist eine Lesung von Einträgen aus Krankenakten getöteter Patienten vorgesehen, die von Studenten, Ärzten, Schwestern und Pflegern der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Rostock übernommen wird. Anschließend erfolgt die Kranzniederlegung am Mahnmal des Zentrums für Nervenheilkunde, und danach besteht die Möglichkeit zur Besinnung im Raum der Stille. Ab 13.15 Uhr wird in der Evangelischen Stiftung Michaelshof an Kinder und Jugendliche gedacht, die Opfer der „Euthanasie“ geworden sind. Hier wurden 22 Denksteine verlegt; eine Gedenkstele wird im Rahmen der Veranstaltung eingeweiht.
Flyer