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Bildungsangebote

Bundesweite Gedenkstättenkonferenz

Zum Jahresabschluss nahmen wir Anfang Dezember in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg an der 8. Bundesweiten Gedenkstättenkonferenz teil. Mit rund 50 KollegInnen diskutierten wir Herausforderungen und Methoden zukünftiger Erinnerungskultur.

Foto: Harald Schmid

Führungen und Workshops im Herbst

Zu den wichtigsten Bildungsveranstaltungen im Herbst gehörten Workshops mit zwei 13. Klassen der Gemeinschaftsschule Neumünster-Brachenfeld, eine Führung mit MitarbeiterInnen des Kompetenzzentrums Rostock und ein Seminartag mit Bundesfreiwilligendienstleistenden der Innovativen Personal- und Strukturentwicklungsgesellschaft (IPSE) in Neustrelitz.

Führung mit der IPSE Neustrelitz (Foto: EBB Alt Rehse)

Buchlesung mit dem Autor Reinhard Simon

„Wenn Sie Ihren Sohn noch einmal sehen wollen, kommen Sie zum Bahnhof“
Mit diesen Worten informierte die Domjücher Pflegerin Anna Dentzer am 10. Juli 1941 die Angehörigen eines Patienten, der einen Tag später mit dem Zug in die Tötungsanstalt Bernburg an der Saale gebracht werden sollte. Dieser Patient war einer von etwa 100 psychisch und körperlich behinderten Menschen, die am 11. Juli 1941 von der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Domjüch bei Neustrelitz abgeholt und nach Bernburg gebracht wurden, um dort in der Gaskammer umgebracht zu werden. Transporte dieser Art, organisiert und durchgeführt von Tarnorganisationen der sogenannten Aktion T4, waren der Höhepunkt einer zuvor jahrelangen Diskriminierung behinderter Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus.

In der Buchlesung am 27.09.2019 in der Erinnerungs-, Bildungs- und Begegnungsstätte (EBB) Alt Rehse las der Autor Reinhard Simon aus seinem aktuellen Werk „Domjücher Schicksale - Patienten der Heil- und Pflegeanstalt Domjüch bei Neustrelitz“ und erzählte von persönlichen Schicksalen einzelner Patienten, die stellvertretend für zahlreiche noch unbekannte Namen sind.
           
Die Veranstaltung fand im Rahmen der "Tage der politischen Bildung" statt, die von der Landeszentrale für politische Bildung durchgeführt wurden.

Foto: EBB Alt Rehse

Gedenkstättenseminar in den Arolsen Archives

Das diesjährige bundesweite Gedenkstättenseminar in Bad Arolsen vom 27. bis 29. Juni war für uns wieder ein wichtiger Impuls- und Ideengeber. Das Thema „Herausforderungen des Digitalen für Gedenkstätten und Dokumentationszentren“ berührt unsere Arbeit in vielerlei Hinsicht.

Foto: EBB Alt Rehse

Fachvortrag zum Sportarzt Karl Gebhardt

Am 14. Juni präsentierte die Historikerin Dr. Judith Hahn ihre jüngsten Forschungen zum SS-Arzt.
Der Professor für Sportmedizin an der Universität Berlin und Leiter der Heilanstalten Hohenlychen, Karl Gebhardt (1897-1948), war überzeugter Nationalsozialist und brachte sich auf seinem Gebiet aktiv in die Gestaltung der NS-Gesundheitspolitik ein. Als beratender Chirurg der SS entwickelte er sein Sportsanatorium Hohenlychen während des Zweiten Weltkrieges zu einem Zentrum des Versehrtensports weiter. Im KZ Ravensbrück initiierte er kriegschirurgische Versuche an Häftlingen. Sie sind Thema in der derzeit bei uns zu sehenden Ausstellung über die medizinische Versorgung durch Häftlinge im Frauen-KZ Ravensbrück. Der Vortrag stellte den beruflichen Werdegang und seine Haltungen als Mediziner dar, die auch aus seinen Vorträgen im Rahmen von Schulungskursen in Alt Rehse hervorgeht, und ging auf das Handeln Gebhardts im Spannungsfeld von Wissenschaft und Politik ein.

Foto: EBB Alt Rehse

Eröffnung der Ausstellung „Der Arbeiter-Samariter-Bund und der Nationalsozialismus“ in Barsinghausen

Unsere Mitarbeiterin Marthe Burfeind eröffnete am 27. Mai 2019 die von uns erarbeitete Ausstellung im ASB-Bahnhof. Sie war dort bis zum 1. Juni zu sehen. Es folgten weitere Stationen!

Foto: EBB Alt Rehse

Führungen und Workshops im Frühjahr und Sommer

Am 13. April war die Altstipendiatengruppe Mecklenburg-Vorpommern der Konrad-Adenauer-Stiftung bei uns zu Gast. Die Veranstaltung fand statt im Rahmen des Seminars „Medizingeschichte am Tollensesee“.

Nachdem Anfang Mai eine Gruppe der Kirchengemeinde Brüssow (Brandenburg) für eine Führung durch den Ort bei uns zu Gast war, folgten Studierenden- und Ausbildungsgruppen aus dem Gesundheitswesen.

Mit dem Hochschultag am 15. Mai haben wir unsere Beziehung zur Hochschule Neubrandenburg intensiviert: Nachdem am Vormittag Studierende des Studiengangs Berufspädagogik für Gesundheitsfachberufe der Hochschule Neubrandenburg von uns vorbereitete Workshops durchliefen, stießen am Nachmittag Studierende der Fachbereiche Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung sowie Landschaftsarchitektur & Greenspace Management für eine Führung und eine abschließende Diskussion dazu. Der Projekttag wurde unterstützt durch das RAA-Projekt Zeitlupe. Der Hochschultag soll ab 2020 semesterweise bei uns stattfinden.

Ebenfalls von der Hochschule Neubrandenburg waren Studierende aus den Bereichen Gesundheits- und Pflegewissenschaft unter der Leitung von Frau Dr. Stich für eine Führung und Workshops bei uns.

Außerdem zu Gast war eine Gruppe der Charité Gesundheitsakademie Berlin mit angehenden Hebammen. Auch Hebammen nahmen in den Jahren von 1935 bis 1941 an Schulungslagern in Alt Rehse teil und spielten eine besondere Rolle im nationalsozialistischen Gesundheitssystem.

Wir freuen uns über die Zunahme von interessierten Gruppen aus der Region und der Hochschulen!

Angehende Hebammen der Charité (Foto: EBB Alt Rehse)

Mitglieder der Kirchengemeinde Brüssow während der Führung durch den Ort (Foto: EBB Alt Rehse)

Wanderausstellung machte Station in der EBB Alt Rehse

Von April bis September war bei uns die Wanderausstellung „… unmöglich, diesen Schrecken aufzuhalten“ Die medizinische Versorgung durch Häftlinge im Frauen-KZ Ravensbrück zu sehen.

Die Eröffnung der Wanderausstellung am 12. April war eine gelungene Veranstaltung. Nachdem die Historikerin Christl Wickert die von ihr miterarbeitete Ausstellung vorgestellt hatte, berichtete Jeanine Bochat über ihre Großmutter Erna Lugebiel, die Schreiberin im Krankenrevier des Frauen-KZ Ravensbrück gewesen war. Begleitet wurde die Veranstaltung von der Musikerin Zorica Jokaimovic auf der Violine.

Konzipiert wurde die Ausstellung vom „Arbeitskreis für Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft (AFK e.V.) und der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück.

Foto: EBB Alt Rehse

Erfahrungsaustausch und Weiterbildung in der JBS Golm

Wir nahmen am 1. April 2019 am Runden Tisch "Gedenkstättenarbeit in Mecklenburg-Vorpommern" in der Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Golm auf der Insel Usedom teil. Im Mittelpunkt stand dabei die Bildungs- und Erinnerungsarbeit der JBS. Aus aktuellem Anlass referierte Dr. Gudrun Heinrich zum Thema Rechtspopulismus und politische Bildung.
Die Veranstaltung wurde von der AG Gedenkstätten in M-V organisiert und von der Landeszentrale für politische Bildung gefördert.               
           
Fabian Schwanzar von der JBS Golm führte uns Teilnehmende über die Kriegsgräberstätte Golm und erläuterte die Ausstellung über Opfer des Bombenangriffs auf Swinemünde am 12. März 1945.

Foto: EBB Alt Rehse

Der Arbeiter-Samariter-Bund und der Nationalsozialismus                   
 
Am 21.2.2019 konnten wir in der Topographie des Terrors in Berlin unsere Forschungsergebnisse zum Thema „Der ASB und der Nationalsozialismus“ vorstellen. Rund 200 Personen verfolgten die Podiumsdiskussion im voll besetzten Saal. Auch die Ausstellung stieß auf reges Interesse. Das Buch erschien im März.

Auf dem prominent besetzten Podium diskutierten (v.l.) Frank Bajohr (Zentrum für Holocaust-Studien), Franz Müntefering (ASB-Präsident), Sven Felix Kellerhoff (Redakteur der WELT), Marthe Burfeind, Uwe Neumärker (Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas) und Nils Köhler. (Foto: ASB/Hannibal)

Gedenktag

Am diesjährigen Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, den 27. Januar 2019, fand in Alt Rehse und Neubrandenburg die Gedenkveranstaltung für die Opfer der „Euthanasie“ und Zwangssterilisierungen in Mecklenburg-Vorpommern in der NS-Zeit statt: Erinnern – Betrauern – Wachrütteln. Die landesweite Veranstaltungsreihe findet seit 2008 jährlich statt. Initiator ist der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e. V. und deren Partner.
In diesem Jahr richteten das Zentrum für seelische Gesundheit am Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg und die Erinnerungs-, Bildungs- und Begegnungsstätte Alt Rehse die Veranstaltung gemeinsam aus. Nach einem Gottesdienst und einem stillen Gedenken in Alt Rehse wurden in Neubrandenburg Vorträge aus wissenschaftlicher und Betroffenenperspektive gehalten.

Am 26. Januar zeigten wir in diesem Zusammenhang in Kooperation mit dem Verein Latücht e.V. im Programmkino Latücht (https://latuecht.de/) den vielfach ausgezeichneten Film „Nebel im August“.

v.l.: Dr. Rainer Stommer, Sozialministerin Stefanie Drese, Dagmar Kaselitz (Integrationsbeauftragte) und Sandra Rieck (Vorstandsvorsitzende des LV Sozialpsychiatrie M-V e.V.) vor der Ausstellung der EBB (Foto: EBB Alt Rehse)